Home.
Unternehmen.
Dienstleistung.
Handel.
Kundendienst.
Wartungen.
Downloads.
Login / Logout.
Zertifikate.
Pressemitteilungen.
Referenzen.
Mitarbeiter.
Göppinger NWZ 30.08.2011
"Große Chancen für mehr Sonnenenergie"
Firma Speidel sieht regenerative Energien nicht als Saisonprodukt - 2011 ein "normales Jahr"
Neue Anlage wird Strom für 17 500 Haushalte liefern
In drei Monaten Bauzeit entsteht in Brandenburg die derzeit größte Fotovoltaikanlage Deutschlands. Das Göppinger Unternehmen Speidel liefert die elektrischen Anlagen. Andreas Wolff im NWZ-Gespräch.
MARGIT HAAS
Herr Wolff, Sie sind beteiligt am Bau der größten Fotovoltaikanlage Deutschlands. Angesichts dieses Sommers - kann man da eigentlich ernsthaft über die Nutzung der Sonnenenergie in unseren Breitengraden nachdenken?
ANDREAS WOLFF: Wir betrachten das Thema regenerative Energien nicht als Saisonprodukt und engagieren uns bereits seit dem Jahr 2004 in diesem Bereich. Die Besitzer von Anlagen müssen den gesamten Zeitraum nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, betrachten. Im Übrigen war das Frühjahr toll. Es gibt also, was die Stromerträge anbelangt, ein ganz normales Jahr.
Sie sind verantwortlich für die gesamte elektrotechnische Ausstattung der Anlage in Brandenburg. Engagieren Sie sich nur in Großanlagen?
WOLFF: Wir haben uns im Bereich Fotovoltaik bereits 2004 auf Großanlagen im Megawatt-Bereich spezialisiert und waren hier eine der ersten im Landkreis, ja vielleicht sogar bundesweit. Ebenso errichten wir aber auch für den klassischen Kunden Komplett-Aufdachanlagen ab drei Kilowatt. So profitiert der Privatkunde von den aus dem Großanlagenbau gewonnenen Erkenntnissen.
In welcher Größenordnung haben Sie bislang Anlagen ausgestattet?
WOLFF: Wir haben insgesamt bereits 400 Megawatt verteilt auf über 100 Großanlagen und erfolgreich ans Stromnetz angeschlossen.
Wie viel kommt jetzt durch die Anlage im Kreis Oberspreewald/Lausitz dazu?
WOLFF: Die Anlage in Meuro auf einer Fläche von 150 Hektar wird 70 Megawatt leisten, zeitgleich werden 52 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Wie viele Haushalte können damit mit Strom versorgt werden?
WOLFF: Die Anlage wird Strom für 17.500 Haushalte liefern.
Sehen Sie weiteres Potenzial für die Nutzung der Sonnenenergie, gerade auch in Baden-Württemberg?
WOLFF: Auf jeden Fall. Was sich in den vergangenen Monaten nach der Reaktorkatastrophe in Japan auch in der Bundespolitik bewegt hat, hilft sicher, die alternative Energiegewinnung noch weiter auszubauen. Gerade in Baden-Württemberg sehen wir große Chancen für weitere Anlagen nach dem Regierungswechsel im Frühjahr. Deshalb wollen wir uns auf diesen Markt konzentrieren, wenngleich wir weiter auch im europäischen Ausland tätig bleiben werden.
Beim Bau der Anlagen sind Sie aber nicht Generalunternehmer, sondern konzentrieren sich auf die Elektrotechnik.
WOLFF: Richtig. Unser Leistungsteil der Elektrotechnik umfasst im aktuellen Beispiel das Verkabeln und Anschließen von mehr als 300.000 PV-Modulen, 2.555 Wechselrichtern, 650 Stück AC/DC Unterverteilungen sowie 141 Mittelspannungstransformatoren. Weiter das Ausrüsten der gesamten Mittelspannungsschaltanlagen, die Verteileranlagen für die Wechsel- und Gleichspannung, aber auch das Errichten der kompletten Kommunikations- und Datentechnik ist bei uns Leistungsumfang und für den erfolgreichen Betrieb solcher Anlagen notwendig. Die Verteileranlagen fertigen wir mit eigenen Mitarbeitern hier im Haus. In diesen Geschäftsbereichen bauen wir die Zahl der Mitarbeiter beständig aus.
Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie insgesamt?
WOLFF: Wir haben seit über zehn Jahren kontinuierlich 280 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf unseren Hauptsitz in Göppingen sowie unseren Niederlassungen in Berlin, Leipzig und Ludwigsburg verteilen.
In welchen Bereichen?
WOLFF: Wir bieten den kompletten Bereich der Elektro- und Kommunikationstechnik und sehen uns hier als Gesamtdienstleister. Ob gewerblich oder privat, rüsten wir vom klassischen Einfamilienhaus bis zum Bürokomplex oder Industrieanlagen Gebäude aus. Das Besetzen der notwenigen Kernkompetenzen mit gut ausgebildetem und flexibel einsetzbarem Personal ist gerade für die Bereiche der regenerativen Energien ein ganz zentrales Thema. Weitere Aufgabenfelder, wie der Bau von Wind- und Biogasanlagen, geben neben der Nutzung von Sonnenenergie gute Perspektiven für unsere Mitarbeiter.
Sie betonten, dass Sie Ihren Mitarbeiterstamm konstant halten. Bilden Sie auch aus?
WOLFF: Wir engagieren uns in hohem Maße in der Ausbildung. Derzeit beschäftigen wir 40 Auszubildende und haben ganz aktuell eine Bildungspartnerschaft mit der Albert-Schweitzer-Schule in Göppingen abgeschlossen, um schon im Vorfeld wichtige Kontakte zu knüpfen und Weichen zu stellen.
Zur Person:
Andreas Wolff ist seit Mitte der 90erJahre in leitender Funktion im Unternehmen "Speidel Elektrotechnik Kommunikationstechnik" tätig, seit dem vergangenen Jahr als Geschäftsführer. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
[1 DIN A4-Seite, PDF-Dokument, 895.379 Bytes, 30.08.2011]
Bei der Berufswegeplanung von Schülern spielen Bildungspartnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen eine entscheidende Rolle. Bei dieser Kooperationsform soll den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Berufswelt anhand praktischer Bildungsprojekte näher gebracht werden und eine Orientierung bei der Berufsfindung bieten.
Die erste Bildungspartnerschaft der Firma SPEIDEL GmbH & Co. KG, Elektrotechnik Kommunikationstechnik, Göppingen wurde am 28. Juli 2011 mit der Albert-Schweitzer-Schule Göppingen feierlich unterzeichnet.
Hanspeter Erne von der IHK in Göppingen bedankte sich für das Engagement der beiden Kooperationspartner und erwähnte die Wichtigkeit der Bildungspartnerschaften sowohl aus schulischer als auch aus unternehmerischer Sicht. Im Zeichen des demographischen Wandels ist eine enge Zusammenarbeit von Schule und Berufswelt von großer Bedeutung; diese sei ein Gewinn für beide Partner, betonte Oswald Weikert, Geschäftsführer der Firma SPEIDEL.
Vor allem unter dem Aspekt des Fachkräftemangels wird in Zukunft die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen unentbehrlich sein.
Insbesondere die technischen Ausbildungsberufe Elektroniker verschiedener Fachrichtungen bieten ein breites Spektrum zukunftsträchtiger Berufe auch und gerade vor dem Hintergrund elektrotechnischer Innovationen und der aktuellen Diskussion und Entwicklung im Zusammenhang mit der Energiewende, E-Mobilität und Energieeffizienz.
Im Rahmen der Kooperation zwischen der Firma SPEIDEL und der Albert-Schweitzer-Schule wird neben den Praktika, Vorträgen und Vorstellung der Ausbildungsberufe durch die Azubi's auch eine Bewerbersimulation angeboten. Als zusätzliches Projekt haben die Schüler/innen die Möglichkeit durch die Mithilfe bei einem konkreten Projekt z.B. beim Göppinger Maientag einen Einblick der praktischen Tätigkeit zu erhalten.
Herr Zäch, Rektor und Frau Braun, Lehrerin an der Albert-Schweitzer-Schule konnten bereits von positiven Erfahrungen der Bildungspartnerschaften berichten und freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der Firma SPEIDEL.
[350.804 Bytes, PDF-Dokument, 1 DIN-A4-Seite, 20.07.2011]


